Schwerste Unwetter nach Rekordhitze




An den Tagen vor Pfingsten stand bereits fest: Es wird rekordverdächtig heiß. Die Temperaturen sollten auf 35°C und mehr steigen.
Gewitter hielten sich zunächst in Grenzen, nahm jedoch im Verlauf der Pfingsttage stetig zu, da Westdeutschland in den Einfluss eines Tiefs gelangte.
Während der Pfingsttage war ich in der Schweiz, und konnte das eigentliche schwere Unwetter am Pfingstmontag ( 09.06.) nicht eigensinnig miterleben. In Grindelwald in der Schweiz war es an diesem Tag jedoch auch gewitterhaft, jedoch waren die Gewitterzellen eher relativ harmlos.









Am Abend des 09.06. zog dann eine heftige Gewitterwalze quer durch NRW, wobei Schwerpunkte in erster Linie der Raum Düsseldorf und das Ruhrgebiet waren. Gestützt auf Foto- und Filmmaterial von Bekanntschaften, kann ich nun einen kleinen Überblick über die Unwetterkatastrophe erstellen.

Durch die Gewitterfront wurde der Zugverkehr in NRW völlig stillgelegt, auch im weiteren Verlauf der Woche verkehrten zahlreiche Züge nicht, Bahnhöfe wie Essen und Gelsenkirchen konnten nicht angefahren werden. In Düsseldorf sah es stellenweise aus "wie im Krieg", schilderten entsetzte Einwohner. 6 Menschen kamen durch das Unwetter ums Leben.
Die folgenden Bilder hat meine Mutter in Radevormwald aufgenommen, sie zeigt die Shelf-Cloud, welche rasch heranzog.




Shelf-Cloud über Radevormwald, die Unschärfe ist auf die starke Dunkelheit zurückzuführen.
Das folgende Bild hat René Illhardt in Radevormwald aufgenommen. Es zeigt ebenfalls eindrucksvoll die Shelf-Cloud.



Ebenfalls wurden folgende Bilder aufgenommen von:

Sabrina Bartling


Monique Jortzig (Bochum)






Videostandbilder von Annika Fuchs

Die folgenden Bilder wurden mir von Christin Barron aus Düsseldorf zu Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei um Videostandbilder. Die Blitze wurden mit go pro gefilmt.









Anschließend noch ein Video, welches die gewaltigen Schäden in Düsseldorf zeigt, ebenfalls von Christin Barron.

Die Schäden



Doch wie kam es zu solch heftigen Unwettern? Es handelte sich weder um eine Superzelle noch um Hitzegewitter. Der Gewitterkomplex war ein so genannter MCS, in welchem sich ein so genanntes Bow-Echo bildete. Es entsteht, wenn Gewitterfallböen den Niederschlagskern ausbreitet. Dabei wird der Sturm an der Vorderseite des Bogens beschleunigt, während an den Rändern die Luft sehr viel lanngsamer auseinander strömt. Diese Vorderseite zog, von Südwesten kommend, genau über Düsseldorf und das Ruhrgebiet hinweg. Die Fallböen sollen hier im Bereich so genannter Downbursts (konzentrierte, kalte Fallböen ), Geschwindigkeiten von teils über 150km/h erreicht haben. Durch diesen Prozess kam es dann zu diesen enormen Schäden. Die Wolkentops erreichten laut Analysen von Infrarotaufnahmen eine Höhe von 15km. Dadurch kam es auch zu einer enormen Wolkenblitzrate.
Weitere Informationen gibt es in der umfassenden Analyse von der Unwetterzentrale: Analyse von der Unwetterzentrale

Anschließend noch weitere, thematisch bezogene Links:

http://www.wetteronline.de/wetter-videos/2014-06-10-es?cat=29&pl=2&sort=date

https://www.youtube.com/watch?v=cAck4IFP2Pk

http://www.wetteronline.de/wetternews/2014-06-12-un

http://www1.wdr.de/themen/panorama/unwetter-nrw100.html

http://www.wetteronline.de/wetter-videos/2014-06-13-vl?cat=6&sort=date

https://www.youtube.com/watch?v=0stQq4Apn8g

https://www.youtube.com/watch?v=rgZzAIJtKQQ

http://www.wetteronline.de/fotostrecken/2014-06-14-bw

http://www.wetteronline.de/fotostrecken/2014-06-10-uw?part=single

http://www.wetteronline.de/wetter-videos/2014-06-14-gb?sort=date