Niederschläge bei Gewittern

Regen



Regen ist der wohl häufigste Niederschlag bei einem Gewitter. In Verbindung mit Gewittern ist dieser sehr stark und kann in kürzester Zeit zu Überschwemmungen und Schlammlawinen führen. Oft sind bei einem Gewitter schon bis zu 30 mm Niederschlag zusammengekommen. Ist ein Gewitter stationär oder ziehen immer wieder Gewitterstaffeln über einen bestimmten Standort hinweg, kann auch weitaus mehr Niederschlag fallen. Der Regen kommt bei den kräftigen Gewittern in dicken Tropfen (Platzregen) vom Himmel.


Starkregen bei einem Gewitter


Regenfallstreifen




Hagel

Hagel ist nach dem Regen der zweithäufigste Niederschlagstyp bei Gewittern Er tritt vor allem im Bereich des Aufwindes von relativ jungen Gewittern auf. Erkennbar ist er an den graugrün gefärbten Fallstreifen. Hagel entsteht, wenn Regentropfen durch Aufwinde in große Höhen transportiert werden. Dann gefriert der Regentropfen zu einem Eiskorn. Trifft dieses Eiskorn mit den Eiskristallen im oberen Bereich der Gewitterwolke auf, kommt es übrigens zu der Ladungstrennung.  Die Eiskörner fallen aufgrund der Schwerkraft wieder hinab und stößt dabei auf andere Wassertropfen, die am Eiskorn gefrieren. Es wird erneut heraufgeweht und wächst erneut. Dieser Vorgang kann sich viele Male wiederholen. Je stärker der Aufwind ( meist bei jungen Gewittern ) ist, desto öfter werden die Eiskörner umhergewirbelt und desto größer werden diese. Daher auch meist im Frischestadium des Gewitters der ( große )  Hagel.  Meist schmilzt das Hagelkorn beim Herunterfallen soweit ab, das es nur in Erbsengröße auf der Erde ankommt. Manche können jedoch in Tennisballgröße den Erboden erreichen und richten so enorme Schäden an.
Wenn es im Frühjahr und im Sommer gehagelt hat, bildet sich oft Bodennebel, der so genannte Advektionsnebel, da feuchtwarme Luft über den kalten Untergrund  ( Hagel ) strömt.


Taubeneigroßer Hagel bei einem
Gewitter im April 2018


Hagelfallstreifen





Graupel

Beim Graupel gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Arten: Reifgraupel und Frostgraupel.
Reifgraupel tritt bei Wintergewittern auf, wenn angetaute Schneeflocken durch Aufwind in eine sehr kalte Luftschicht befördert wird. Es finden hier Kristallisationsprozesse statt, ähnlich wie beim winterlichen Reif. Der Reifgraupel ist weiß und hat eine weiche Konsistenz. Bei Frostgraupel hingegen findet der selbe Prozess wie beim Hagel statt. Allerdings ist der Unterschied in der Größe hervorzuheben. Von Hagel wird erst am einem Korndurchmesser von >0,5mm gesprochen. Größere Körner werden als Hagel definiert.


Reifgraupel im März 2015




Schnee

Bei einem Wintergewitter kommt es häufig zu starken Schneefällen, die in kurzer Zeit mehr als 10cm Schnee bringen können. Sie treten in Verbindung mit Höhenkaltluft auf, dabei kann die Temperatur in kurzer Zeit in den Frostbereich sinken.
Wintergewitter sind meist sehr blitzschwach, oft sind es Wolkenblitze.