Passatzirkulation



Entstehung der Passatwinde:
Die Sonne erwärmt die Erde in Äquatornähe sehr stark, da sie sich dort im Zenit befindet. Dieser Bereich hat verschiedene Namen, z.B. innertropische Konvergenzzone oder äquatoriale Tiefdruckrinne. Die warme Luft steigt auf und kühlt dabei ab, was man als Konvektion bezeichnet. Durch diesen Effekt entsteht ein Tiefdruckgebiet und es bilden sich durch die Konvektion Wolken. Wenn die Wolken eine bestimmte Höhe ( etwa 16km ) erreicht haben, bilden sich Schauer – und Gewitterzellen, was man als Zenitalregen bezeichnet. Die aufsteigende Luft kann ab einer bestimmten Höhe ( 16km ) nicht mehr aufsteigen, dadurch „fließt“ sie polwärts nach Norden oder Süden. Die abgekühlte Luft sinkt dabei und trifft etwa am 30. Breitengrad wieder auf die Erde, somit entsteht hier ein Hochdruckgebiet. Durch das Tief am Äquator entsteht ein „Sog“ und die Luft strömt wieder zum Äquator zurück. Dieser Wind ist der Passatwind.


Das Passatsystem ( www.staff.uni-mainz.de )

Jahreszeitenverschiebung
Im Sommer wandert die Hadley – Zelle richtung Norden, somit befindet sich die äquatoriale Tiefdruckrinne nördlich des Äquators, das Subtropenhoch befindet sich in der Höhe des Mittelmeerraums. Im Winter dagegen wandert sie nach Süden, die Hadley – Zelle befindet sich also Südlich des Äquators.

Jahreszeitenverschiebung ( www.m-forkel.de )

Veränderung der Passatwinde durch die Erdrotation
Der Wind ist sehr „träge“, er bleibt bei der Erdrotation auf der Strecke. Die Erde „rutscht“ somit auf seinem Weg von 30° N / S zum Äquator unter dem Wind weiter , der Wind kommt somit einige Längengrade später am Äquator an. Fazit: Der Wind weht also vorwiegend aus nordöstlichen bzw südöstlichen Richtungen.